Rasierpinsel Test ★ Die besten Rasierpinsel im Vergleich

Der Rasierpinsel: Mit diesem Rasurwerkzeug beginnt die Nassrasur. Und er entscheidet ĂŒber das Gelingen der Rasur. Denn um dicken und warm-feuchten Schaum zu schlagen, welcher der Klinge das Gleiten beim Rasieren erleichtert und so die Haut schont, wird ein guter Rasierpinsel benötigt.

Rasierpinsel Test

MĂŒhle Silvertip Fibre

MÜHLE - Rasierpinsel - CLASSIC Serie - Silvertip Fibre S - Edelharz schwarz
  • Aus 100% veganen Fasern
  • Unglaublich weiche Borsten
  • Perfekt bei empfindlicher Haut
  • Hochwertiger Griff aus Kunstharz
  • DurchmesserBorstenkopf 50mm, BorstenlĂ€nge 50mm, GesamtlĂ€nge 90mm, Durchmesser am Verbindungspunkt 20mm, Griffdurchmesser 30mm

Der MÜHLE Silvertip Fibre Edelharz aus der S-Classic-Serie ist erschwinglich und hochwertig zugleich. Besonders interessant ist dieser Pinsel fĂŒr Menschen, die eine tierische Herkunft der Borsten ablehnen: Dieser Pinsel ist vegan! Dennoch liefert er mehr als das durchschnittliche Maß an QualitĂ€t.

Die Borsten sind angenehm weich und irritieren die Haut nicht, dennoch schĂ€umen sie sehr gut auf – und die ausfallenden Borsten halten sich auch nach einer mehrmaligen Anwendung in ertrĂ€glichen Grenzen.

Zudem besticht der versiegelte Edelharz-Griff durch eine lange Lebensdauer und liegt durch seine runde Form ausgesprochen gut in der Hand.

Edwin Jagger Pure Badger Dachshaar

Edwin Jagger Pure Badger Dachshaar-Rasierpinsel - Ebenholzimitation, 1er Pack (1 x 1 StĂŒck)
  • Pure Badger Dachshaar-Rasierpinsel
  • Der ideale Rasierpinsel fĂŒr Einsteiger
  • Zur Massage und Peeling der Haut wĂ€hrend des Einseifens
  • Erzeugt einen reichhaltigen Schaum fĂŒr die Nassrasur
  • Dank der Edwin Jagger Verpackung gut als Geschenk geeignet.

Hersteller Edwin Jagger bezeichnet den „Pure Badger Dachshaar“ als idealen Rasierpinsel fĂŒr Einsteiger – eine Aussage, die durchaus zutrifft.

Der edle Dachshaarpinsel liegt dank seines Holzimitatgriffs lange gut in der Hand, ist gut verarbeitet und massiert die Haut wĂ€hrend des Einseifens sanft – und das, obwohl er relativ erschwinglich ist.

Zudem – und darauf kommt es letztendlich an – wird ein guter, cremiger und fester Schaum kreiert, der sich mit den weichen Borsten wunderbar verteilen lĂ€sst. Der Verlust der Haare ist gering und dem Preis angemessen, einzig nach einigen Anwendungen gehen hier und da mal ein paar Borsten verloren. Zu einem gĂŒnstigen Preis bekommt man hier einen echten „No-Brainer“ geboten.

MĂŒhle Dachshaar Kiefer

MÜHLE - Rasierpinsel - RYTMO Serie - Reines Dachshaar - dunkles Eschenholz
  • Rasierpinsel mit reinem Dachshaar
  • RinggrĂ¶ĂŸe M: 21 mm
  • Griffe aus Esche mit verchromten Metallakzenten

Der MÜHLE „Dachshaar Esche“ reiht sich in Sachen Preis eher im erschwinglichen Mittelfeld ein, allerdings weiß auch die Leistung zu ĂŒberzeugen.

Der elegante Holzgriff liegt gut in der Hand und die weichen und gut verarbeiteten Dachshaare kreieren einen angenehm festen Schaum und massieren die Haut wÀhrend des Auftragens sanft.

Den Rasierpinsel gibt es in mehreren Griffvariationen (z.B. Pflaume, Edelharz oder Olive).

Wer ĂŒbrigens noch einen passenden Rasierhobel oder ein hochwertiges Rasiermesser sucht, der wird in unseren Artikeln „Welches Rasiermesser kaufen – Praktische Tipps und Test“ und „Die besten Rasierhobel im Experten-Test“ fĂŒndig.

Wie wĂ€hle ich den perfekten Rasierpinsel fĂŒr mich aus?

Der Rasierpinsel dient dem Aufschlagen des Rasierschaums, der fĂŒr eine erfolgreiche, grĂŒndliche und schonende Nassrasur notwendig ist. Aus diesem Grund besteht ein Pinsel zur Rasur meistens aus dicken Borsten und einem kurzen Stiel, sodass dieser gut in der Hand liegt und somit seiner gedachten Verwendung nach problemlos verwendet werden kann.

Meistens wird fĂŒr die Herstellung eines Rasierpinsels heute noch Dachshaar genutzt, da sich dieses bereits seit Jahrhunderten als geeignet erwiesen hat. Mittlerweile greift man jedoch hĂ€ufig auf synthetische Fasern zurĂŒck oder aber auf Pferdehaare oder Schweineborsten – oder auf Mischungen – zurĂŒck.

Pinselhaare

Bei der Wahl des Pinsels kommt es also auf die Borsten und auf das Stielmaterial an.

Bei den Pinselborsten sollte darauf geachtet werden, dass diese die Haut nicht irritieren, was beispielsweise passieren kann, wenn diese zu grob sind. Jedoch entscheidet der Haartyp auch ĂŒber die Langlebigkeit des Pinsels und darĂŒber, wie der Pinsel gereinigt werden muss.

NatĂŒrlich haben die verschiedenen Materialarten ihre Eigenarten sowie Vor- und Nachteile.

NatĂŒrliche Borsten gelten als hochwertiger, sind aber empfindlicher.

Vor allem Dachshaar, das recht weich ist und noch heute bevorzugt verwendet wird, gilt als sehr angenehm fĂŒr viele Hauttypen und ist sehr saugfĂ€hig. Dachshaarpinsel gibt es in verschiedenen QualitĂ€tsstufen. Diese gliedern sich grob in aufsteigender Reihenfolge in Pure Badger, Best Badger, und Silvertip.

Die QualitĂ€t des Schaums gelingt mit Dachshaar in der Regel am Besten. Allerdings ist Dachshaar eher hochpreisig und bezĂŒglich dem Tierschutz nicht unproblematisch.

Rosshaar ist hingegen etwas hĂ€rter und borstiger, und kann deswegen auf empfindlicher Haut unangenehm wirken. Rosshaarpinsel sind weniger saugfĂ€hig als Dachshaarpinsel, eignen sich aber gut fĂŒr Rasierseifen.

Schweineborsten stellen bis dato wohl die gröbste natĂŒrliche Borstenvariante dar. Die Borsten stammen meist von Wildschweinen. Ein guter Tipp ist, die Borsten vor Auftragen des Rasierschaums in lauwarmen Wasser einzuweichen, und damit ihre HĂ€rte zu verringern. Manche Anwender genießen aber auch den “Massage-Effekt” von groben Borsten.

Jedoch sind natĂŒrliche Borsten nicht so langlebig wie synthetische Fasern, da sich diese besser reinigen lassen. Ein großer Vorteil von diesem kĂŒnstlichen Fasern fĂŒr Tierliebhaber ist zudem, dass diese vegan sind.

Zudem kann es bei natĂŒrlichen Borsten, selbst bei Mischungen, eventuell schwierig werden, den gewĂŒnschten HĂ€rtegrad zu finden. Viele synthetische Fasern haben heutzutage eine sehr hohe QualitĂ€t.

Griff

Die Griffe eines Rasierpinsels werden bevorzugt aus Holz, Kunststoff, Horn oder aus Metall gefertigt. Hier kommt es in erster Linie darauf an, was der Nutzer bevorzugt. Wichtig ist, dass der Griff beim Aufschlagen der Rasiercreme gut und sicher in der Hand liegt.

Kunststoff ist sehr pflegeleicht und preisgĂŒnstig, kann allerdings von der wahrgenommenen QualitĂ€t nicht an einen schönen Griff aus hochwertigem Holz oder Horn heranreichen.

Wie wird ein Rasierpinsel zum Aufschlagen der Seife oder Creme verwendet?

Das Aufschlagen des Rasierschaums erfolgt entweder in einem Tiegel, oder falls nicht zur Hand, in einem Becher. Manche MÀnner kreieren den Schaum auch im Gesicht, allerdings wird dessen QualitÀt nie an sauber aufgeschlagenen Schaum im Tiegel herankommen.

Das genaue Vorgehen unterscheidet sich geringfĂŒgig, je nachdem ob man Rasierseife oder Rasiercreme benutzt.

Zuerst solltest du deinen Rasierpinsel kurz unter dem Wasserhahn mit warmem Wasser anfeuchten.

Im Falle von Rasierseife wird der feuchte Pinsel dann in kreisender Bewegung ĂŒber die Seife gefĂŒhrt. Der entstehende Schaum wird mit dem Pinsel abgeschöpft und im Tiegel abgestrichen. Dort kann der Schaum dann sauber aufgeschlagen werden.

Benutzt du eine klassische Rasiercreme, so entnimmst du einfach eine kleine Menge aus der Tube in den Tiegel.

Meistens muss beim AufschĂ€umen immer noch ein wenig Wasser hinzugefĂŒgt werden. Da zu viel Wasser allerdings fĂŒr einen schönen Schaum auch kontraproduktiv ist, solltest du im Zweifel erstmal weniger Wasser nehmen und nach und nach mehr hinzufĂŒgen.

Dann deinen neuen Rasierpinsel fest am Griff packen und genĂŒĂŸlich den Schaum in kreisenden Bewegungen aufschĂ€umen. Es hat sich bewĂ€hrt, die Richtung der Bewegungen auch einmal zu wechseln. Aber auf keinen Fall zu stark drĂŒcken, da sonst die empfindlichen Haare Schaden nehmen könnten.

Zum Aufschlagen des Schaums solltest du dir genug Zeit (ca. eine Minute) nehmen. Mit ein wenig Erfahrung wirst du einschÀtzen können, wann der Rasierschaum die richtige QualitÀt erreicht hat.

Wie muss die Pflege des Rasierpinsels erfolgen?

Nach der Rasur sollte der Pinsel grĂŒndlich, etwa unter lauwarmen Wasser, gereinigt werden. Dabei sollten sowohl die Borsten als auch der Griff abgespĂŒlt werden. Seifenreste mĂŒssen vollstĂ€ndig ausgewaschen werden.

Anschließend sollte der Pinsel gut ausgeschĂŒttelt. Dazu nimmt man den Pinsel in die Hand und fĂŒhrt einige kraftvolle SchwĂŒnge aus. Anschließend muss der Rasierpinsel zum Trocknen – etwa in einen Rasierpinselhalter – aufgehĂ€ngt oder hingestellt werden.

Das Trocknen sollte bestenfalls an einem nicht allzu feuchten Ort erfolgen. Dauerhafte Feuchtigkeit kann sich nicht nur auf den Zustand des Griffs auswirken (etwa wenn dieser aus Holz ist), sondern auch auf die Borsten. Vor allem Naturborsten bzw. Echthaarpinsel beginnen schnell unangenehm zu riechen, wenn sie nicht korrekt gereinigt und gepflegt werden. Dazu zÀhlen Dachshaarpinsel und insbesondere Silberspitz. Synthetische Fasern sind in der Regel unempfindlicher.

Es dĂŒrfen auch keine aggressiven Reinigungsmittel zur Reinigung des Pinsel eingesetzt werden, allenfalls ein paar Tropfen milde Seife oder Haar-Shampoo.

Verbiegen und PlattdrĂŒcken der Pinselhaare sollen fĂŒr eine langjĂ€hrige Lebenszeit des Rasierpinsels unbedingt vermeiden werden. Wenn du viel auf Reisen gehst, kannst du dir einen speziellen Reiserasierpinsel zulegen, der besonders geschĂŒtzt transportiert werden kann.

Einen Pinselgriff aus dem Naturprodukt Horn kannst du von Zeit zu Zeit mit einem Tropfen Öl einreiben, um die Geschmeidigkeit des Griffes zu erhalten.

Wie lange hÀlt ein Rasierpinsel?

Bei richtiger Pflege und sorgsamen Umgang hĂ€lt ein Rasierpinsel mehrere Jahre. Behandle deinen Pinsel gut und er wird dir fĂŒr lange Zeit treue Dienste leisten!

Geschichtlicher Exkurs: Der Rasierpinsel im Wandel der Zeit

Der Rasierpinsel ist so alt wie die Kunst der Rasur selbst. Wann, wie und von wem diese speziellen Pinsel erfunden wurden ist jedoch nicht genau hinterlegt. Erste schriftliche Nachweise auf die Nutzung von Rasierpinseln finden sich aber in Aufzeichnungen und BĂŒchern von Autoren wie Jean-Jacques Perret (1700), Allan Peterkin (1748) und John Thomas Smith (1815). Manche Autoren erwĂ€hnten den Rasierpinsel nur am Rande ihrer Aufzeichnungen. Andere beschreiben auf detaillierte Weise und mit Zeichnungen, wie genau eine Selbstrasur am besten durchgefĂŒhrt wird – und welche Hilfsmittel benötigt werden.

In Europa machte der Rasierpinsel hingegen wahrscheinlich Anfang des 19. Jahrhunderts die grĂ¶ĂŸere Runde. Denn zur damaligen Zeit verbreitete sich der Trend zur Selbstrasur. Zuvor wurde die Rasur meistens vom Barbier vorgenommen. Zudem, so scheint es, wurde anstatt eines Pinsels lange Zeit eine Art BĂŒrste zum AufschĂ€umen des Rasierschaums (damals meistens Seife) genutzt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hatte sich die Selbstrasur bei MĂ€nnern allerdings etabliert und somit auch der Besitz eines Pinsels oder einer BĂŒrste, um Schaum fĂŒr die Rasur zu kreieren und diesen aufzutragen.


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